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03.08.2016

Hoher Nachholbedarf bei Compliance

Das Thema Compliance wird immer wichtiger für Unternehmen. Trotzdem ist seine Umsetzung noch verbesserungswürdig. Das zeigt eine aktuelle Studie zu Compliance im Mittelstand.

In der Untersuchung „Compliance Impuls im Mittelstand - Ein Vergleich: ISO 19600 und IDW PS 980“ der Kerkhoff Risk & Compliance GmbH, Düsseldorf, geben 94 Prozent der Unternehmen an, sich mit Compliance im Unternehmen zu beschäftigen.

Dennoch ist der Nachholbedarf hinsichtlich eines Compliance Management Systems in vielen mittelständischen Unternehmen hoch: Jedes dritte Unternehmen hat noch kein Compliance Management System implementiert. Ein möglicher Grund hierfür liegt in der Fehleinschätzung von Risiken. So zeigt sich, dass das Risiko von Gefahren wie Betrug, Korruption, Diebstahl etc. für das eigene Unternehmen lediglich als mittel bis gering gewertet wird. Im Vergleich dazu liegen die tatsächlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten jedoch deutlich hoher.

Nachholbedarf besteht auch in den Unternehmen, die bereits über ein Compliance Management System verfügen: 16 Prozent von ihnen verzichten jedoch auf eine regelmäßige Risikoanalyse. Beinahe 41 Prozent erfassen in ihrem System keine Gesetzesänderungen. Die Hälfte der befragten Unternehmen führt weder interne noch externe Audits ihres Compliance Management Systems durch. Und ungefähr 70 Prozent geben an, keine Indikatoren zur Messung der Performance des Compliance Management Systems festgelegt zu haben.

Weitere Defizite deckt die Studie in der Inkonsistenz zwischen Compliance-Strategie und Unternehmensstrategie auf. ebenso wie im Compliance-Berichtwesen. im Whistle-Blowing-System beim Eskalationsprozess und bei der Kommunikation der Compliance-Aktivitäten. Auch bei der Geschäftspartner-Compliance besteht Handlungsbedarf, insbesondere bei der Überprüfung der bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen.

Die Studie kann im Internet angefordert werden unter: www.kerkhoff-rc.com