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04.11.2016

Digitalisierung braucht keine Pause

Die Situation ist derzeit für kein Unternehmen einfach: Ganze Märkte stehen vor einem digitalen Wandel, keine Branche und kein Unternehmen wird verschont. Je früher Unternehmen akzeptieren, dass sich diese Veränderungen nicht aufhalten lassen, sondern bedeutender Teil des alltäglichen Geschäfts geworden sind, desto eher können sie die eigenen Strukturen und die Veränderungskultur anpassen und sicherstellen, dass sie den Anschluss nicht verlieren. Ein Beispiel: Unternehmen sollten ihren Führungsstil an die veränderten Mitarbeiteransprüche anpassen. Denn: Der Umgang mit den Mitarbeitern ist für Unternehmen heute deutlich schwieriger geworden. Sie begegnen Veränderungen eher skeptisch und hinterfragen Entscheidungen, Veränderungen usw. schneller und häufiger. Stetig wichtiger wird deswegen die Entwicklung einer Unternehmenskultur, die es ermöglicht, dass Entscheidungen von den Mitarbeitern nachvollzogen werden können.

Auch zwischen den obersten Hierarchieebenen gestaltet sich die Zusammenarbeit grundlegend anders: Durch die zunehmende Komplexität aller Prozesse ist die Gesamtheit der Entwicklungen in den diversen Unternehmensbereichen für die Geschäftsführung alleine nicht mehr zu überblicken. Deswegen ist es von zwingender Notwendigkeit, dass auch die zweite Führungsebene in die strategischen Ziele umfassender einbezogen wird.

Veränderungsbedarfe zu identifizieren, ist aber immer nur der erste Schritt. Am Ende ist natürlich die folgende Umsetzung entscheidend. Unternehmen müssen die eigenen Prozesse flexibler gestalten, damit sie angemessen und schnell auf die sich stetig wandelnden Anforderungen reagieren können. Ohne flexiblere Strukturen und dahingehend befähigte Mitarbeiter wird das Unternehmen mit jedem neuen Veränderungsbedarf auch vor  eine neue Herausforderung gestellt.

Diese Flexibilität in Prozessen und Strukturen erreichen Unternehmen jedoch nur, wenn es als Ganzes betrachtet wird. Wer sich ausschließlich auf den eigenen Funktionsbereich konzentriert, wird die Notwendigkeit einer Veränderung nicht in der Konsequenz erkennen und im Zweifel eine Optimierung der Prozesse ausbremsen. Oberste Priorität sollte daher für Unternehmen die Schaffung von Weitblick und Umsicht sein.

Doch wie kann man Akzeptanz im gesamten Unternehmen erreichen? Wie erreicht man Flexibilität sowie eine ganzheitliche Betrachtung und berücksichtigt zeitgleich die Gesamtheit der veränderten Marktanforderungen?

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, Veränderungen von Prozessen ganzheitlich darzustellen und zu optimieren, haben wir daher die Idee des Performance Centers entwickelt. In den unternehmensspezifischen Modellfabriken werden alle Prozesse vereinfacht, aber so detailliert dargestellt, dass der Transfer in den Alltag besonders leicht fällt. In kundenindividuellen Planspielen „durchleben“ die Teilnehmer zunächst die Ist-Situation. Silo-Denken, logistische Unsinnigkeiten und alle weiteren Optimierungspotenziale zeigen sich in der Praxissimulation ganz deutlich. Die Einsicht darüber, dass Veränderungen notwendig sind, entsteht so direkt durch den Mitarbeiter selbst. Die Teilnehmer optimieren die Prozesse im Performance Center sukzessive eigenständig, alle Maßnahmen sind so genau nachvollziehbar. Das schafft Verständnis und Engagement seitens der Mitarbeiter.

Lernfabriken wie das Performance Center sind nicht allein eine Möglichkeit, Veränderungen aufzuzeigen, sondern vor allem die Chance für Unternehmen, die Mitarbeiter für Veränderungen zu begeistern und von deren Notwendigkeit zu überzeugen. Damit sind die ersten Schritte für eine erfolgreiche Anpassung an die veränderten Marktbedingungen gemacht und das Unternehmen für die fortschreitende Digitalisierung gewappnet.