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01.02.2010

Vorteile durch nachhaltige Beschaffung

In einer aktuellen Studie des Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management (KCC) an der Universität St. Gallen und des Instituts für Demoskopie Allensbach haben 34 Prozent der 202 befragten Unternehmen erklärt, dass die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu Wettbewerbsvorteilen.

 
 

Laut Dr. Erik Hofmann, Vizedirektor des Lehrstuhls für Logistikmanagement an der Universität St. Gallen und Projektleiter am KCC, teilen sich die befragten Unternehmen in zwei Gruppen: Während knapp die Hälfte Nachhaltigkeitsfragen kaum Bedeutung beimisst, hat ein Drittel bereits Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen und kann nach eigener Aussage klare Wettbewerbsvorteile für sich verbuchen.

Eine Veränderung ist jedoch abzusehen:
69 Prozent der befragten Studienteilnehmer erwarten, dass Nachhaltigkeit in der Beschaffung eine größere Rolle spielen wird. Als wichtigste Zukunftstrends beschreiben sie die Schonung natürlicher Ressourcen (25 Prozent), die Nutzung alternativer Energiequellen (16 Prozent) sowie eine schadstoffarme Produktion (zwölf Prozent). Sieben Prozent machen sich den Angaben zufolge bereits Gedanken, wie sie ihre Logistik umweltgerechter gestalten können.

Eine besonders hohe Bedeutung hat die nachhaltige Beschaffung anscheinend in sehr großen Unternehmen und bei Produzenten, die für Endverbraucher tätig sind: Für 79 Prozent der Entscheider aus der Nahrungs-, Textil- und Möbelindustrie sind ökologische Standards sehr wichtig, in der Metallindustrie und im Maschinenbau sind es nur 50 Prozent.